EFRE-Projekt: Effweld

EFRE-Projekt: Effweld

EFRE-Projekt: Effweld

WISSEN. TIME hat die Bewilligung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns zum beantragten Projekt „Effweld“ erhalten.

Das Projekt „Effweld“ wird von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Land Rheinland-Pfalz gefördert.

 

EffWeld – kurze Projektbeschreibung:
Das Metall-Schutzgasschweißen (MSG) ist das am häufigsten angewandte Lichtbogenschmelzschweißverfahren. Im Unterschied zu klassischen MSG-Schweißgeräten auf Basis netzfrequenzbetriebener Transformatoren werden seit einigen Jahren zunehmend digital gesteuerte, programmierbare Schweißmaschinen entwickelt. Auf Grundlage dieser technologischen Weiterentwicklung werden von verschiedenen Herstellern Schweiß-maschinen mit energiereduzierten oder leistungsgesteigerten Prozessregelvarianten des MSG-Schweißens angeboten.
Die Auswirkungen, die sich aus der Anwendung der modernen Prozessregelvarianten des MSG-Schweißens für ein Produkt und dessen gesamten Produktionsprozess ergeben, wurden bisher nicht oder nur unzureichend betrachtet.
Da interessierten, potentiellen Anwender keine Informationen über die Auswirkungen auf gesamten Herstellungsprozess Ihrer Produkte vorliegen, finden die modernen Prozessregelvarianten des MSG-Schweißens nur zögerlich Einzug in die Anwendung.
Grund für die Zurückhaltung ist vielfach, dass eine durchgängige sowohl mechanisch-technologisch als auch wirtschaftliche Betrachtung über die Auswirkungen auf alle, den Wertstrom umfassenden Produktionsschritte, die in direkter Abhängigkeit zum eigentlichen Schweißprozess stehen, fehlt. Aufgrund dessen wird häufig lediglich die erhöhte Investition für die Anschaffung der modernen Prozessregelvarianten des MSG-Schweißens bewertet. Es mangelt an einer ganzheitlichen Untersuchung des Fertigungsprozesses unter technologischen und wirtschaftlichen Aspekten.

Zielsetzung des Projektes ist daher, die Betrachtung von zwei ausgewählten, repräsentativen Schweißaufgaben aus dem Metallbau über den gesamten Wertstrom,
beginnend bei der erforderlichen Nahtvorbereitung und Ihrer Ausführung bis hin zur Nacharbeit der geschweißten Bauteile.
Besonders die in der Region Westerwald zahlreich vertretenen anlagen- und maschinebauenden Unternehmen, aber auch die Metall verarbeitenden Unternehmen, haben bei Realisierung des Projektes die Möglichkeit, sich mit und bei TIME mit den Möglichkeiten der Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung durch die Anwendung moderner Prozessregelvarianten des MSG-Schweißens vertraut zu machen. Nachfolgend können sie, ggfs. durch gemeinsame Engineering-Projekte, ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verbessern. Besonders die sehr anwendungsorientierte Umsetzung des Vorhabens gewährleistet dabei eine gute Erreichbarkeit der KMU.
Ziel ist es zudem, für die überwiegend als KMU tätigen, Metall verarbeitenden Unternehmen, eine Handlungsanweisung in Form einer softwarebasierten Bewertungsmatrix zu erarbeiten, mit deren Hilfe sie erkennen können, welche technologischen, ökonomischen und ökologischen Konsequenzen die Anwendung der modernen Lichtbogenschweißverfahrensvarianten zur Folge haben kann.