Mit KI lassen sich Schweißprozesse und Qualität verbessern

DVS: Mit KI lassen sich Schweißprozesse und Qualität verbessern

Bei der DVS-Tagung „Roboter25“ ging es unter anderem um die Frage nach dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Schweißtechnik. TIME-Geschäftsführer Dr. Ralf Polzin berichtete über die Vorreiterrolle seines Instituts in diesem Bereich. Am Beispiel des MAG-Schweißens zeigte der TIME-Geschäftsführer auf, wie Kl-Modelle in der Schweißtechnik eingesetzt werden können, um Kosten für das Finden der geeigneten Schweißparameter  genutzt werden kann, ein Aspekt, der besonders bei der Fertigung kleiner Stückzahlen von Bedeutung ist. So konnte mithilfe von datenbasierten Modellen die Anzahl erforderlicher Schweißversuche und damit die Zeit bis zur Markteinführung des Schweißbauteils reduziert werden. Im Bereich der Qualitätssicherung hat TIME eine Lösung erarbeitet, mit der es möglich ist,  Bilder von Querschliffen KI-basiert über Transferlernen mit Objekterkennungsalgorithmen automatisiert zu vermessen. Vorteil: die KI-basierte Vermessung der Querschliffe ist ermüdungsfrei, genauer und schneller. Dr. Polzin zeigte somit auf, wie KI-basierte Prozessoptimierung bereits bei kleiner Datenbasis funktionieren kann. Unter den Strich lauten die Vorteile: Weniger Schweißversuche bringen Material- und Zeiteinsparung und es lassen sich gute Schweißergebnisse ab Losgröße 1 erzielen. „Die KI-basierte, automatisierte Vermessung von Querschliffen hat viele Vorteile: Sie ist genauer, schneller und konstant gut, weil das Prüfpersonal nicht ermüdet und die Beurteilung neutral allein auf Fakten basiert. KI kann somit auch fehlendes Fachpersonal ersetzen.“