Ein sauberes Schweißergebnis entsteht nicht nur durch die richtige Technik, sondern auch durch eine präzise Fixierung der Werkstücke. Denn die Spanntechnik sorgt dafür, dass Bauteile während des Schweißprozesses in Position bleiben, sich nicht verziehen und bestenfalls wiederholgenau gefertigt werden können. Je nach Aufgabe und Budget gibt es unterschiedliche Spannkonzepte, die ihre spezifischen Vor- und Nachteile mitbringen.

  1. Schraubzwingen – Klassiker in der Werkstatt

 Anwendungsbeispiele:

  • Einzelreparaturen von Stahlblechen
  • Kleinteile im Heim- oder Werkstattbereich
  • Prototypenbau kleiner Bauteile

 Vorteile:

  • Günstig und flexibel einsetzbar
  • Schnell verfügbar

 Nachteile:

  • Sehr begrenzte Wiederholgenauigkeit
  • Gefahr von Verzug

 

  1. Positionierhilfen und Spannarme

Anwendungsbeispiele:

  • Fixierung von Freiformflächen
  • Prototypenbau oder wechselnde Bauteilgeometrien
  • Halten von Rohren oder Sonderprofilen in der Montage

Vorteile:

  • Sehr flexibel für unregelmäßige Werkstücke
  • gut kombinierbar mit Spanntischen

Nachteile:

  • Einrichtungsaufwand etwas höher
  1. Exzenter- und Schnellspanner

 Anwendungsbeispiele:

  • Werkstücke, die häufig umgespannt werden müssen
  • Befestigung von Blechen auf Spanntischen
  • Kleinserienfertigung von einfachen Bauteilen

 Vorteile:

  • Sehr schnelle Handhabung
  • Kompakt und robust

 Nachteile:

  • Begrenzte Spannkraft
  • Nur begrenzt präzise

 

  1. Spanntische – modulare Alleskönner

Anwendungsbeispiele:

  • Prototypenbau komplexer Metallbaugruppen
  • Kleinserienfertigung
  • Kombinierbar mit Spannarmen und Schnellspannern

Vorteile:

  • Präzise Positionierung
  • Vielseitig einsetzbar
  • Ideal für komplexe Aufbauten

Nachteile:

  • Hohe Investitionskosten
  • Platzbedarf in der Werkstatt

 

  1. Magnetspanntechnik

 Anwendungsbeispiele:

  • Halten von Stahlblechen beim Schweißen
  • Leichte Blechteile in schwer zugänglichen Bereichen
  • Temporäres Positionieren bei Montagearbeiten

 Vorteile:

  • Schnelle Fixierung
  • Flexibel für kleine und dünne Werkstücke
  • Für (ganz) dünne Blechen geeignet

Nachteile:

  • Nur für ferromagnetische Werkstoffe
  • Hitze kann Magnetwirkung reduzieren
  • Können durch Schweißperlen verschmutzen

 

  1. Pneumatische und hydraulische Spannsysteme

 Anwendungsbeispiele:

  • Roboterschweißen
  • Serienfertigung identischer Metallprofile
  • Automatisierte Produktionslinien

 Vorteile:

  • Automatisierbar
  • Gleichbleibende Spannkraft
  • Sehr effizient bei Serienfertigung

 Nachteile:

  • Hohe Kosten und Wartungsaufwand
  • Weniger flexibel

 

  1. Vakuumspanntechnik

 Anwendungsbeispiele:

  • Dünne Stahl- oder Aluminiumbleche
  • Präzisionsarbeiten bei Automobil- oder Maschinenbau
  • Fixieren empfindlicher Werkstücke ohne Beschädigung

 Vorteile:

  • Gleichmäßige Spannkraft
  • Für dünne Blechen geeignet

 Nachteile:

  • Nur auf glatten Flächen
  • Teuer und technisch aufwendig

 

  1. Selbstzentrierende Spannsysteme

Anwendungsbeispiele:

  • Rohre und Zylinderprofile
  • Montage von rotationssymmetrischen Bauteilen
  • Serienfertigung identischer Teile

Vorteile:

  • Automatische Mittigstellung
  • Spart Rüstzeit
  • Ideal für Rohre oder Profile

Nachteile:

  • Teuer
  • Eingeschränkt in der Geometrie

 

  1. Individuelle Spannvorrichtungen

Anwendungsbeispiele:

  • Serienfertigung identischer Metallbaugruppen
  • Automobil- oder Maschinenbauprojekte
  • Bauteile mit komplexen Geometrien

Vorteile:

  • Höchste Präzision
  • Extrem effizient bei Serienfertigung
  • Minimiert Verzug

Nachteile:

  • Teils sehr hohe Herstellungskosten
  • Unflexibel bei wechselnden Aufträgen

Aus einer Vielzahl von Kundenprojekten heraus weiß TIME, welche Spanntechnik für die jeweilige Aufgabe optimal ist, und realisiert Spanntechnik, die perfekt in die Fertigungsumgebung des Kunden passen.

Fragen Sie uns gerne an unter: info@time-rlp.de